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In dieser Rubrik befragen wir regelmäßig unsere ehrenamtlichen MitarbeiterInnen nach ihren Motiven sich für die Sölring Foriining zu engagieren.
Wie bist Du zur Sölring Foriining gekommen?
Ganz klar: Bücher und Bilder waren meine Brücke zur Sölring Foriining. Als ich vor gut vier Jahren mit meinem Mann und unseren drei Söhnen nach Sylt zog, lief gerade eine fantastische Sonderausstellung mit Graphiken und Radierungen zu Theodor Storms Novelle „Der Schimmelreiter“ im Sylt Museum. Die kraftvolle Verknüpfung von Text und Bild zog mich als Literaturwissenschaftlerin und Autorin sofort in ihren Bann. Und als ich in den kommenden Monaten dann auch noch viele wunderbare Menschen kennen lernte, die den Herzschlag der Sölring Foriining bilden, war es um mich geschehen. Ich spürte: „Für diesen Verein möchte ich mich ehrenamtlich engagieren."
Welche Aufgabe hast Du bei der Sölring Foriining?
Bis vor kurzem war ich im Vorstand des Freundeskreises der Sölring Museen sehr aktiv und hatte den 2. Vorsitz inne. Der Freundeskreis ist der Förderverein der Museen und damit auch der Sölring Foriining. Ganz besonders liegt mir die Vogelkoje am Herzen - ein lebendiger und pulsierender Naturpfad zwischen Kampen und List, der gleichzeitig Geschichte, Gegenwart und Zukunft atmet. Ich freue mich sehr darauf, wie seit vielen Jahren schon an den lauen Freitagabenden im Juli meine „Literarischen Spaziergänge“ dort anbieten zu dürfen und mit unseren Besucherinnen und Besuchern plus ein paar Büchern unterm Arm die Vogelkoje zu erkunden. Dann und wann rezitiere ich ein Gedicht oder trage einen kurzen Text vor und wir kommen darüber ins Gespräch. Sylt ist reich an literarischen Zeugnissen und wird seit Anbeginn besungen, beschrieben und bedichtet. Hat es Christian Morgenstern, der im Sommer 1895 auf Sylt weilte und Linderung für sein schweres Lungenleiden suchte, nicht ergreifend formuliert?
Du abendliche Klarheit dort im Westen, Sei mir ein Bild von naher Tage Glück. Still leg ich mich ins Dünengras zurück. Nicht, wie ich will, - wie Es will, ist`s am besten.
Was machst Du, wenn Du nicht für die Sölring Foriining tätig bist?
Ich liebe es, die Zeit mit meiner Familie zu verbringen, Qigong am Strand zu üben und Bücher zu schreiben. Und nicht allzu viel zu (ver-)planen. Die Seele kennt den nächsten Schritt. Unsere Jungs werden so schnell groß und sind nun schon bald 12, 15 und 17 Jahre alt. Jeden einzelnen Moment genieße ich noch viel mehr als früher, weil ich weiß, dass die Kindheit endlich ist. Kraftort und Inspirationsquelle zugleich ist und bleibt für mich das Meer. Hier tanke ich auf und finde Ideen für meine Bücher. Mein jüngstes Werk ist übrigens erst vor wenigen Wochen erschienen: „Isla, die Sterntalerin. Für Mutige. Für Liebende. Für Dich“. Es ist ein poetisches Märchen für Werdende und sich Wandelnde, weil wir alle die Sterne bereits in uns tragen, die wir allzu oft im Außen suchen.
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